horizonte 44: Garten

horizonte44_Web_CoverWas ist eigentlich ein Garten?

Die Frage klingt naiv, aber glauben Sie mir: Je länger Sie darüber nachsinnen werden, um so schwieriger wird es, eine Antwort zu finden. Wahrscheinlich denken Sie als Erstes an die Natur: An üppiges Grün, leuchtende Blüten, süße Früchte. Wie schön! Aber das, was wir Garten nennen, hat eigentlich wenig mit der Natur zu tun. Jeder Gärtner weiß: Ein Garten wird der Natur immer wieder abgerungen – Boden wird kultiviert, Zweige geschnitten, Gras gemäht, Wildkräuter gejätet, es wird gesät, geteilt, angebunden, gewässert, gemulcht, gedüngt, gezupft, gepflanzt. Immer wieder. Der Garten ist auf die Natur bezogen und folgt doch einer eigenen, einer zutiefst menschlichen Ordnung.

Aber wozu? Vielleicht haben wir die Sehnsucht, uns als Teil von etwas Größerem zu spüren; hoffen, uns in der Natur wiederzufinden – und müssen sie doch ständig bezähmen, befrieden, kultivieren, um sie ertragen zu können. Insofern ist der Garten der Ort des Menschseins schlechthin: Nah bei der Natur, aber doch mehr als ein Teil von ihr – gestaltend, aber doch ohne wirkliche Schöpferkraft.Lesen Sie in der horizonte 44:

Adam, Eva und der Beruf der Sorge von Robert Harrison
Die Vertreibung aus dem Paradies gilt als das mythologische Symbol für den von der Natur entfremdeten Menschen und damit für den Beginn des menschlichen Leidens – zu Recht?

»Und wo ist der Hanf?«  von Erik Gurgsdies
Gärten verbinden Menschen. Auf der ganzen Welt entstehen daher Interkulturelle Gärten, die das Kennenlernen erleichtern sollen – auch in Mecklenburg-Vorpommern.

»Es ist eben nicht Natur!« Interview mit Stefan Wenzl
Im Landesbesitz sind nicht nur Schlösser von besonderem Wert, sondern auch die dazugehörigen Parks und Gärten. Wie geht das Land damit um?

 Aufgeschmückt zum Paradies von Marcus Köhler
Der königlich-preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné prägte nicht nur die preußische Gartenkunst, sondern auch zahlreiche Gartenanlagen in Mecklenburg-Vorpommern.   

Im Schlund des Löwenmäulchens von Susanne Bliemel
Eine Gartenschau ist nicht nur ein Fest für Gartenliebhaber, sondern auch strenge Leistungsschau der Branche. Preisrichter Volker Moth aus Dobbertin ist immer dabei.

Die neue Mitte von Stephan Bliemel
Die Internationale Gartenschau in Hamburg-Wilhelmsburg verändert einen ganzen Stadtteil – und vielleicht auch dessen Bewohner. Seit 44 Jahren mittendrin: Metin Hakverdi.   

Geteiltes Grün von Silke-Maria Preßentin
Gartenfreunde haben nicht mehr nur die Wahl zwischen Grünanlage und Privatgarten, denn inzwischen entstehen ganz neue Gartenformen: von Bürgern für Bürger.

Meer von Susanne Bliemel
De Jardin du Luxembourg midden in Paris wiest den Besäuker Gräun, säute Läbensoort, Kunst un Kultur. De Literatur wier disse Park all ofteins Musenkuss.

Orte der Vergeblichkeit von Udo Knapp
Unsere Gärten sind die Fortsetzung der Wohnzimmer mit anderen Mitteln. Für sie führen wir einen Kampf, der vergeblich ist. Es wäre Zeit, das einzusehen und zu entspannen.   

Homo kleingaertneriensis Fotografien von Sebastian Maiwind
Unserem horizonte-Fotografen gelangen rätselhafte Aufnahmen des Lebensraums dieser kamerascheuen Vertreter der menschlichen Gattung.

Gartenarbeiter aller Länder vereinigt euch!
Heutige Kleingärten-Vereine haben viele Wurzeln. Eine davon sind die Arbeitergärten, die in Deutschland ab 1904 enstanden. Bis 1911 gab es schon 30.000 dieser Gärten für die Arbeiterklasse.

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